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Der Allgemeine Sportverein Berlin fragt – Bundesministerin für Gesundheit, Ulla Schmidt, antwortet: Fragen und Antworten für die Vereinszeitschrift des Sportvereins Welchen Sport haben Sie während Ihrer Jugendzeit am liebsten ausgeübt? Bewegung und Sport gehörte in meiner Kindheit so selbstverständlich zum täglichen Leben wie das Zähneputzen. Unsere bevorzugten Spiele waren Seilchenspringen, Hüpfen und Rollschuhlaufen. Im Schulsport hatte ich ein besonderes Faible für Geräteturnen. Hatten Sie nach der Schulzeit noch die Zeit Sport zu treiben? Wenn ja, welchen und wo? Ich habe an der Hochschule Volleyball gespielt und später Tennis. Bis heute gehe ich unheimlich gerne Schwimmen, in den Ferien täglich und ausgiebig. Welchen Eindruck hatten Sie in Ihrer Jugend vom Frauensport? Hatten Mädchen und Frauen weniger Spaß daran Sport zu treiben? Über diese Frage habe ich in meiner Jugend nicht bewußt nachgedacht. Im Nachhinein würde ich sagen, dass Mädchen und Frauen zwar die gleiche Freude an Sport hatten, allerdings waren sie in der Wahl ihrer Möglichkeiten eingeschränkt. Sportarten wie Fußball, Hockey, Boxen, Kampfsport – das kam für Mädchen damals nicht in Frage. Uns waren überwiegend Sportarten vorbehalten, die die Grazie fördern sollten, z.B. Gymnastik, Turnen und Ballett. Dazu kamen einige wenige Ausdauer- und Mannschaftssportarten. Ich denke, dass Frauen heute in der Hinsicht mehr Spaß am Sport entwickeln, als sie sich frei für ihre Wahlsportart entscheiden können – unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen. Was ist als Ministerin heute Ihr Hauptziel, wenn Sie den Frauensport anregen wollen? Mein Hauptziel ist es, dass alle Bürgerinnen und Bürger ein gesundes, langes und selbstbestimmtes Leben führen können. Regelmäßige Bewegung trägt dazu bei. In den Sportvereinen sind Frauen, im Vergleich zu den Männern, deutlich in der Minderheit. Deshalb liegt es mir am Herzen, gerade Frauen zu regelmäßigem Sport zu motivieren. Die Aktion mit dem DSOB soll zeigen: Sport tut der Gesundheit gut und – noch viel wichtiger – Sport macht richtig Spaß. Ich weiß, dass der ASV bereits viel tut, um Mädchen und Frauen anzusprechen. Das finde ich toll. Wie finden Sie das Sport- und Freizeitangebot des ASV Berlin e. V.? Mir gefällt das Angebot, denn vom 3.000-Schritte-Spaziergang für alle bis zum Training für ambitionierte Sportlerinnen und Sportler ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Besonders beeindruckend finde ich, was der ASV alles im „Kiez“ auf die Beine stellt, zum Beispiel die Patenschaften für Kinder aus sozial schwachen Familien oder das ausgezeichnete Projekt „Sport in den Ferien für die ganze Familie“. |